Review: Fashion Week Berlin - Herbst/Winter 2010/2011 - Teil II - 21.
Januar 2010
Hier nun ein kleiner Zusammenschnitt unserer Redaktion von den Modenschauen zur Fashion Week in Berlin / Herbst/Winter 2010/2011 vom 21. Januar 2010.
ANJA GOCKEL
Anja Gockel ist bekannt für ihre lässigen und zugleich eleganten Kreationen. Sie hat nicht umsonst 2009 zum dritten mal das Finale von Germanys next Topmodel ausgestattet und konnte Supermodel Alek Wek für die diesjährige Präsentation bei der Berliner Fashionweek gewinnen.
Mit ihrer neuen Winterkollektion "Treasure" zeigt sie uns gekonnte Materialkombinationen aus schwerem Satin mit endler femininer Seide. Die goldenen Accessoires, Falten-Applikationen und Pailetten spiegeln auch diesmal wieder die Detailverliebtheit der Designerin wieder. Farblich dominierte auch bei Gockel grau und schwarz mit Akzenten von Olive- und Rottönen.
Das neugegründete Label von Johanna Perret und Tutia Schaad präsentierte auf der diesjährigen Fashionweek ihre erste Kollektion.
GNTM Models Mandy Bork und Jennifer Hof konnten wir in Outfits geprägt von asymmetrischen weiten Schnitten in gedeckten Naturtönen wie braun und grau mit leuchtenden Eye-Catchern von rot bis zu gelb bewundern. Hinkucker waren neben einem Lack-Kleid sicherlich auch die immer wieder auftauchenden Socken in Pumps!
„Bonn vs. New York“ zeigt sich bei Mongrels in Common in gedeckten Farben und Blümchenmustern in fließenden Stoffen und viel Satin. Der schmale schwaze Gürtel, welcher meist zu den Kleider und Zweiteiler kombiniert wurde, spiegelte sich dabei als schwarze Schleife in den hochgesteckten Haaren der Models wieder. Auch bei dieser Herbst/Winter Kollektion sind die Designerinnen wieder eine Kooperation mit der Lachsledermarke Nania eingegangen und diese Kooperation brachte auch ein Highlight der Kollektion hervor - ein Lackkleid in Metallic-Look.
Das Label RENE LANGE ist bekannt für luxuriöse Prêt-à-Porter Kollektionen Raffinesse und feminine Eleganz sind stets die wichtigsten Komponenten einer jeden Kollektion, so auch bei „A Bourgeois Rebel“. Weibliche fließende Stoffe verziert mit auffälligen Knöpfen und Rüschen in bunten Farben von rot, lila über blau strahlten uns klassisch und doch sexy vom Laufsteg entgegen. Dabei fielen vor allem die Overkness ins Auge.
Luxuriöse und farbenfrohe Kashmir-Mode, dafür steht das Modelabel ALLUDE. Und auch diesmal sollte uns die Kollektion der nicht enttäuschen. Von übergroßen Pullovern kombiniert zu bunten Leggings, stellenweise auch mal mit Mustern versehen, oder auch figurbetonte Outfits in kräftigen Farben von braun bis zu orange-rot. Um den Look zu komplettieren sollte man im nächsten Herbst/Winter den Schal effektvoll, entweder als Turban oder um die Hüfte gebunden, einsetzen. Inspiriert wurde die neue Kollektion der Designerin Andrea Karg diesmal von dem deutschen Schriftsteller Albert Ostermaier.
Bunt, bunter, CUSTO BARCELONA. Bei dem spanischen Kultlabel wird der Winter definitiv nicht zum Einheitsgrau. Neue Inspiration holte sich Designer Custo Dalmau diesmal aus der Schönheit und Anziehungskraft von Edelsteinen.
Sehr kurze Röcke aus leichten Materialen versehen mit einem wilden Mustermix kombiniert mit Wolle und Fell, dürften für den deutschen Winter vielleicht ein wenig zu kalt werden, lassen aber keinen Platz für Winterdepressionen und machen einfach nur gute Laune.
Statt Models „nur“ über den Laufsteg zu schicken, weiß man, dass man bei PATRICK MOHR immer eine Show geboten bekommt. Im letzten Jahr noch Obdachlose die als Models fungierten, diesmal männliche und weibliche Bodybuilder mit Hasenzähnen. Mag man dies noch als Botschaft für die Herbst Winter Kollektion 2010/2011 „Unisex“ verstehen, fragt man sich aber spätestens bei einem mit Schnecken gefüllten Aquarium: Was bitte will uns der Designer damit sagen???
Modisch bekamen wir neben Karneval-Perücken, durchsichtigen Plastikumhängen und Glitzer-Tangas auch grafisch zugeschnittene Stoffstücke (die wohl nur durch ein paar Stäbe zusammengehalten wurden) zu sehen. Und während bei den anderen Shows zwischen den Trendfarben schwarz und grau immer mal wieder ein farblicher Akzent gesetzt wurde, behielt es sich Patrick Mohr vor, seine Show einfach in 4 Farben zu unterteilen: schwarz, blau, rot und gelb. Ob man dies nun als Mode oder doch eher als Kunst verstehen soll und kann, muss wohl jeder für sich entscheiden.